Neurodermitis – eine vererbbare Hauterkrankung?

Neurodermitis (im Fachjargon als atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis bekannt) ist eine weit verbreitete chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Vor allem Kinder sind häufig von den charakteristischen Symptomen wie z. B. trockener, rauer Haut, Entzündungen, starkem Juckreiz und Rötungen betroffen: Gemäß des Robert-Koch-Instituts leiden in Deutschland knapp 13 Prozent der Jungen und Mädchen an dieser Krankheit. 

Da liegt die Vermutung nahe, dass Neurodermitis quasi mit in die Wiege gelegt wird. Doch ist das so?

Auf diese Frage gibt es eine klare Antwort: Ja, bei Neurodermitis besteht eine starke familiäre genetische Disposition. Auch wenn die Neurodermitis-Ursachen nicht abschließend geklärt sind, so gehen Wissenschaftler davon aus, dass diese Erkrankung unter anderem aufgrund einer vererbten Störung der Barrierefunktion der Haut auftritt. Die Wahrscheinlichkeit, dass mütterlicherseits Neurodermitis vererbt wird, ist etwas höher als väterlicherseits. Wenn beide Elternteile an Neurodermitis erkrankt sind, ist das Risiko für Kinder am höchsten.  

Doch neben der erblichen Veranlagung gibt es weitere sog. „Provokationsfaktoren“, die das Auftreten der Krankheit begünstigen. Denn Neurodermitis entsteht in der Regel „multifaktoriell“, d. h. eine genaue Ursache kann nicht benannt werden, sondern weitere Auslöser sind an dem juckenden Übel beteiligt. Dazu zählen z. B. 

  • Infektionen durch Viren, Bakterien oder Pilze 
  • Allergien auf z. B. Tierhaare, Hausstaubmilben, Pollen oder bestimmte Nahrungsmittel wie Milch, Haselnuss, Soja, Weizen, Erdnuss und Ei.  
  • Psychische Faktoren wie Aufregung, Stress oder gar Freude 
  • Klimatische Faktoren wie extreme Kälte oder Hitze 
  • Irritationen der Haut durch spezielle Textilien wie z. B. Wolle 

Wollen Sie mehr über Neurodermitis bei Babys und Kindern erfahren? In unserem Website-Artikel „Neurodermitis beim Baby - Symptome, Ursachen und Behandlung“ erfahren Sie, wie dem atopischen Ekzem vorgebeugt werden kann und wie Sie Neurodermitis im schlimmsten Fall lindern können.