Ratgeber

Was tun bei Zeckenbiss, Mückenstich und Co.?

Wespen

„Mama, aua, das tut so weh“, diesen Satz kennen viele Mütter nur all zu gut. Unsere Kleinen toben draußen und werden von einer Wespe gestochen.

Meistens ist der Schreck größer als die Verletzung. Jetzt müssen Sie Ihre Kleinen beruhigen und unterstützend zur Seite stehen. Um die Schmerzen und das Brennen zu reduzieren hilft nur eins: Kühlen! Kühlen Sie den Stich am besten mit einer Kühlkompresse oder Eiswürfeln. Die Kälte bewirkt, dass die Blutgefäße sich zusammenziehen. Dadurch wird einer Schwellung entgegengewirkt.

Lenken Sie Ihren Nachwuchs doch zusätzlich in Form einer süßen Belohnung ab. Ein Eis geht bei warmen Temperaturen immer und gibt Trost bei Schmerzen – doch Vorsicht, auch Wespen mögen Süßes und können so das Eisessen stören.

Hier noch ein praktischer Tipp, um die Wespen fernzuhalten: Etwas Kaffeepulver in ein feuerfestes Schälchen geben und anzünden. Das Kaffeepulver glimmt langsam vor sich hin und verbreitet einen Qualm, den Wespen nicht mögen. Unbedingt darauf achten, dass dieser Wespen-Schreck außer Reichweite von Kindern aufgestellt wird.


Mücken

Wer kennt sie nicht? Kleine summende Mücken sind besonders nachts ziemlich anstrengend. Die Plagegeister surren um den Kopf herum und stechen ohne Vorwarnung. Gerade für Kinder können Mückenstiche unangenehm werden – sie jucken und schwellen durch das Kratzen schnell an. Hier hilft ebenfalls Kühlen! Schnell ein Kühlpad oder einen kalten Umschlag auf den Stich, dies lindert den Juckreiz.

Leider sind auch allergische Reaktionen bei Kindern nicht selten. Wenn der Mückenstich immer größer wird oder sich an empfindlichen Stellen wie Augen oder im Mund-/Rachenraum befindet, dann sollten Sie schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.

Ein kleiner Tipp für ruhige Nächte: ein Moskitonetz über dem Bett hält nicht nur Mücken und andere Insekten fern, es macht das Zubettgehen auch zu einem kleinen Erlebnis.


Zecken

Sie baden Ihr Kind am Abend, nach einem langen Tag an der frischen Luft und entdecken einen dunklen Punkt. Eine Zecke. Was ist jetzt zu tun?

Sobald es wärmer wird, werden auch die Zecken aktiver. Doch Vorsicht: die kleinen Blutsauger können verschiedene Krankheitserreger wie FSME-Viren oder Borreliose-Bakterien übertragen. Sollten Sie eine Zecke bei den Kleinen entdecken, sollte diese so rasch wie möglichfachmännisch entfernt werden. Entweder Sie trauen sich die Entfernung mit einer Pinzette oder einer Karte selbst zu oder Sie machen sich schnellstmöglich auf den Weg zum Kinderarzt. Eine anschließende Desinfektion an der Stelle ist äußerst empfehlenswert.

     

    Tipps zum Schutz vor Zeckenbissen:

    • Bleiben Sie bei Spaziergängen möglichst auf festen Wegen und meiden Sie Unterholz, hohes Gras und Hautkontakt zu bodennahen Pflanzen.
    • Ziehen Sie sich und Ihrem Kind beim Aufenthalt in möglichen Zeckengebieten feste Schuhe an.
    • Achten Sie auf helle Kleidung, die den Körper weitestgehend bedeckt. Hierauf lassen sich die Zecken leichter auffinden.
    • Suchen Sie nach dem Aufenthalt in möglichen Zeckengebieten bei Kindern (am besten bei allen Beteiligten) den Körper sorgfältig nach Zecken ab: Bevorzugte Saugstellen sind am Kopf, Haaransatz und am Hals sowie unter den Armen, zwischen den Beinen und in den Kniekehlen.